Du kannst Landwirtschaft.
Dir fehlt der Ort, um anzufangen.

Du willst einen landwirtschaftlichen Betrieb gründen, aber dir fehlen Ort und Möglichkeiten. Dafür schaffen wir landwirtschaftliche Testräume für GründerInnen:

Der FarmStarter Elbe Valley bringt GründerInnen und Betriebe zusammen — für Landwirtschaft und Gartenbau in Prignitz & Altmark.

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Landwirtschaftsbetrieb Julia Bar-Tal beim Dachs in Garz

74 %

der Menschen, die in Frankreich einen Inkubator durchlaufen, gründen danach erfolgreich

< 2 %

der Hofübergaben in Deutschland finden außerhalb der Familie statt. Da wo dieser Prozess nicht gelingt, gehen Höfe verloren.

64–78 %

der Betriebe in der Elbe-Valley-Region haben keine gesicherte Nachfolge

Warum der Einstieg heute so schwer ist

Du hast die Ausbildung. Du hast die Idee. Du hast keinen Betrieb!

Den Schritt in die eigene Betriebsgründung zu gehen, ist ohne gute Rahmenbedingungen schwer. 

Selbst wenn man einen Betrieb vererbt bekommt, ist es nicht leicht, aber ohne ist es fast unmöglich. Das wollen wir ändern.

Illustration eines Ährensymbols, umgeben von landwirtschaftlichen Produkten und Nutztieren

Kein Land

Landwirtschaft braucht Boden! Die Preise dafür sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. NeueinsteigerInnen fehlt neben dem nötigen Kleingeld auch Vitamin B, um überhaupt an Fläche zu kommen. Flächen werden oft unter den bestehenden Betrieben aufgeteilt und Betriebe ohne innerfamiliäre Nachfolge aufgelöst. 

Keine Erfahrung

Zwischen Ausbildung und Betriebsleitung liegt eine Lücke, die GründerInnen alleine kaum schließen können. Es geht dabei um mehr als Wissen: um Selbstvertrauen, um Risikobereitschaft und um das ganz legitime Bedürfnis nach Sicherheit.

Manche gründen am Ende gar nicht. Nicht aus Mangel an Willen, sondern um sich selbst zu schützen.

Vermeidbar?

Es ist kein Naturgesetz. Betriebe suchen Nachfolge und finden niemanden. Menschen wollen einsteigen und kommen nicht rein.

Der Strukturwandel ist gemacht — durch Rahmenbedingungen und eine Rationalisierung, die den Menschen aus der Landwirtschaft drängt. Es fehlt an Strukturen, die NeueinsteigerInnen gezielt auf dem Weg in die Betriebsleitung begleiten.

Was FarmStarter ist — und was nicht

Das ist FarmStarter: Begleitung und Testraum für deine landwirtschaftliche Gründung.

Wir sind konkret und ehrlich, damit du selbst einschätzen kannst, ob es passt.

Das können wir anbieten

Ein bis drei Jahre Zeit, unter realen Marktbedingungen

Mentoring durch LandwirtInnen, die selbst wissen, wie es ist

Nutzung von Flächen, Gebäuden, Maschinen und Infrastruktur auf einem echten Betrieb

Beratung zu Businessplan, Buchhaltung, Rechtsform und Förderzugang

Unterstützung bei der Wohnungssuche in der Region

Ein Netzwerk aus Verbänden, Bildungsträgern und FlächenakteurInnen

Das ist es nicht

Keine Ausbildung. Kein Praktikum. Du bist UnternehmerIn vom ersten Tag an.

Kein garantiertes Einkommen — das gibt es bei einer Gründung in der Landwirtschaft nirgends. Was es hier gibt: Begleitung und Struktur.

Kein geschenktes Land. Du zahlst Pacht oder Miete.

Keine Selbstfindung. Du kommst mit einer konkreten Idee.

Nicht im Speckgürtel, sondern in der Prignitz und der Altmark — ländliches Leben als bewusste Wahl.

Kein fertiges Programm. Wir sind ein Pilotvorhaben — vieles entwickeln wir gerade erst. Du gestaltest es mit, für die GründerInnen nach dir.

Das ist FarmStarter: Ein bis drei Jahre Zeit für dich, im echten Betrieb, unter realen Marktbedingungen

Das ist FarmStarter: Nutzung von Flächen, Gebäuden, Maschinen und Infrastruktur auf einem echten Betrieb

Illustration von zwei Menschen mit erhobener Faust, umgeben von Symbolen für Beratung und Netzwerk

Das ist FarmStarter: Mentoring durch Menschen in der Landwirtschaft und Beratungsnetzwerken

Die Menschen hinter FarmStarter

Aus der Praxis, in die Praxis.

Von Anfang an mit Menschen aus der Landwirtschaft, Wissenschaft und solidarischen Netzwerken gemeinsam aufgestellt / mit viel Bodenhaftung und notwendigem Praxisbezug

Porträt Emily Groth

Emily Groth

Koordination, ZALF

„Zukunftsfähige Lösungen für die Landwirtschaft entstehen nicht im Alleingang. Sie wachsen aus dem Austausch, dem gemeinsamen Lernen und der Zusammenarbeit mit den Menschen, die die Landwirtschaft jeden Tag gestalten.“

Porträt Christian Warnke

Christian Warnke

Pilotbetrieb Cobbel

„Ich bin mit den Transformationsprozessen in der ostdeutschen Landwirtschaft aufgewachsen. Das begleitet mich jeden Tag.“

Porträt Dr. Uta Mitsch

Dr. Uta Mitsch

Pilotbetrieb Cobbel

„Unter den bestehenden Bedingungen habe ich es mir selbst nicht zugetraut, einen Landwirtschaftsbetrieb zu gründen. Mit einer Struktur wie bei FarmStarter hätte ich es gewagt.“

Porträt Hannes Gerlof

Hannes Gerlof

Kommunikation, Agronauten

„2017 habe ich die ersten Inkubatoren in Frankreich kennengelernt. Jetzt endlich bringen wir das Modell nach Deutschland!“

Porträt Julia Bar-Tal

Julia Bar-Tal

Pilotbetrieb Garz

„Es fehlt an Platz für tolle junge Leute in der Landwirtschaft. Das liegt aber nicht daran, dass es sie nicht gibt. Es fehlt an guten Rahmenbedingungen für Wege in die eigene Betriebsgründung. Es soll endlich was auf den Weg gebracht werden, damit die nächsten Generationen es einfacher haben als wir!“

Porträt Thomas Kliemt

Thomas Kliemt

Trägerstruktur, ASG

„Die Menschen, die sich aus Leidenschaft für den landwirtschaftlichen Beruf entscheiden, aber keinen Betrieb geerbt bekommen, brauchen einen Rahmen, um da reinzuwachsen. Diese Menschen sind wertvoll. Sie wollen sich um Tiere, Pflanzen und Boden kümmern.“

Porträt Peter Volz

Peter Volz

Zentrum für Agrarlandschaftsforschung - Koordination / Agronauten - Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerken

„Inkubatoren sind ein relevantes Werkzeug für die neuen Entwicklungen in der Landwirtschaft. Neue AkteurInnen ohne familiären Hintergrund brauchen gesellschaftliche Unterstützung beim Einstieg. Wir brauchen neue VersorgerInnen, die stabil und regional wirtschaften – und wir müssen Landwirtschaft neu denken.“

Zwei Pilotbetriebe, zwei Wege

Zwei unterschiedliche Betriebe. Zwei unterschiedliche Einstiege.

Beide FarmStarter-Betriebe liegen zwischen Berlin und Hamburg — ländlich, in strukturschwachen Regionen, die viel Platz zum Ankommen und Ausprobieren bieten. 

Beide Betriebe bieten sehr unterschiedliche Ein- und Ausstiegsszenarien an. Kommen, lernen, testen und wieder gehen, oder kommen, um zu bleiben! Lies dir beide Steckbriefe gut durch!

Julia Bar-Tal mit dem Arbeitspferd des Hofs Garz

Modell · Der Ort bleibt, du ziehst weiter

Betrieb Julia Bar-Tal

Garz, Plattenburg · Prignitz, Brandenburg

Ein kleiner, ökologisch bewirtschafteter Betrieb mit einem angegliederten Seminar- und Beherbergungshaus. Du führst deinen eigenen Marktgarten auf Zeit. Wenn du ausgründest, machst du Platz für die Nächsten, oder du bleibst, um diese anzuleiten. Der Betrieb bleibt — als Infrastruktur, als Lernort, als Knotenpunkt.

Passt, wenn du Gemüse, Permakultur oder Weiterverarbeitung im Kopf hast oder andere Vorhaben mitbringst, die nicht viele Hektare benötigen.

Uta Mitsch und Christian Warnke auf einer Fläche des Betriebs Cobbel

Modell · Dein Zweig in einer großen Struktur

Warnke Agrar GmbH

Cobbel bei Tangerhütte · Altmark, Sachsen-Anhalt

Rund 2.000 Hektar über acht Dörfer, ökologisch bewirtschaftet. Fläche, Hallen, Ställe, Maschinen — und mehr Ideen, als der Betrieb allein umsetzen kann. Du gründest deinen eigenen Betrieb im Verbund mit dem „Mutterbetrieb“ Warnke Agrar GmbH.

Passt, wenn du einen Ort und Infrastruktur suchst, um zu bleiben — zum Beispiel für Verarbeitung, soziale Landwirtschaft, Bildung, Tierhaltung, Landschaftspflege – oder was sind deine Ideen?

So läuft die Bewerbung ab

So läuft deine FarmStarter-Bewerbung ab.

01

Lies dich ein

Schau dir beide Betriebe gründlich an. Prüfe ehrlich, ob das zu dir passt.

02

Erzähl es uns

Was du kannst, was du vorhast, was du brauchst, wo du finanziell stehst. Je klarer, desto schneller geht es weiter.

03

Vor Ort

Ob es passt, finden wir gemeinsam heraus. Bei Gesprächen und einem Besuch auf dem Betrieb. Zusammen prüfen wir, ob es trägt.

04

Zeit zu gründen

Ein bis zwei Jahre stehen dir das FarmStarter-Netzwerk und der Inkubatorbetrieb zur Seite.

Warum sich der Einstieg lohnt

Warum sich der Weg mit FarmStarter lohnt.

Für GründerInnen

Den Weg der Betriebsgründung in der Landwirtschaft gibt es auch im Alleingang — dieser ist aber mit vielen Hürden, Risiken und Verantwortung auf einen Schlag verbunden.

Mit FarmStarter machst du Erfahrungen Schritt für Schritt, mit jemandem an deiner Seite und in überschaubaren Etappen. 

Für die Landwirtschaft

Es braucht neue landwirtschaftliche Betriebe — der Altersdurchschnitt in der Landwirtschaft ist hoch, viele Betriebe suchen Nachfolge und finden keine.

Wer hier einsteigt, füllt eine echte Lücke und wird gebraucht.

Für die Region

Unser Ziel ist es, Menschen ein Leben und Wirtschaften in ländlichen Regionen zu ermöglichen.

FarmStarter ist dafür ein Werkzeug, um den Strukturwandel aktiv zu gestalten.

Was bringt dir die Zeit im landwirtschaftlichen Testraum

Erfahrungen für deine Betriebsgründung

Du fragst dich nicht mehr, ob du das kannst

Mit FarmStarter kannst du ohne das große Risiko einer vollen Gründung mit Kreditaufnahme in Ruhe rausfinden, ob du einen eigenen Betrieb willst. Du gehst mit einer gestärkten Entscheidung aus dem Prozess und mit sehr viel mehr Grundlagen und Erfahrungen.

Du gehst zur Bank mit einer Geschichte, nicht mit einer Idee

Drei Jahre echte Zahlen, echte Kundschaft, echte Fehler. Das ist eine reale Grundlage für einen Businessplan.

Du bist angekommen

Du hattest Zeit, dir ein soziales Netzwerk vor Ort aufzubauen, kennst die Nachbarn, hast FreundInnen, Kontakte, KundInnen und UnterstützerInnen.

Dein Betriebskonzept ist erprobt

Fläche, Produktionssystem, Vermarktungswege, Kundenstamm. Wirtschaftliche Tragfähigkeit — du hast es getestet.

Deine Vision hat die Wirklichkeit überlebt — oder sich verändert

Du hast sie überprüft, angepasst, nachgeschärft. Und du weißt jetzt, ob Betriebsleitung wirklich zu dir passt. Auch ein klares Nein ist ein wertvolles Ergebnis — gewonnen in drei Jahren statt nach einem langen, teuren Umweg.

Gefördert und getragen.

FarmStarter Elbe Valley wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt in der Förderlinie WIR! — Wandel durch Innovation in der Region.

Gefördert und getragen von

Gefördert durch: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
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Landwirtschaftliche Testräume als Pilotvorhaben

Das hier ist ein Pilotvorhaben. Und es ist deine Chance, es mitzugestalten.

Wir entwickeln das erste Vorhaben dieser Art in Deutschland, welches mit den Betrieben zusammen gestaltet und umgesetzt wird. Vieles entsteht daher gerade erst: die Struktur, die finanzielle Absicherung, das Netzwerk. Genau darin liegt das Besondere an diesem Einstieg.

Denn wer jetzt einsteigt, hinterlässt die eigene Handschrift in dem, was danach kommt.

Was wir zusammen herausfinden, bestimmt, was die nächsten GründerInnen in Deutschland vorfinden. Das bedeutet: Verantwortung und Herausforderungen, aber auch Gestaltungsmöglichkeiten.

Wenn du dazu beitragen möchtest, bist du hier richtig.

Mit den FarmStarter Updates informiert bleiben!

Ob du gründen willst, das Projekt unterstützt oder einfach neugierig bist: Hier erfährst du, wie es mit FarmStarter weitergeht.

Fortschritte im Projekt auf den beiden Betrieben

Spannende Veranstaltungen rund um das FarmStarter-Projekt

Informationen zu den nächsten FarmStarter-Durchgängen

Du kannst dich jederzeit abmelden. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

Häufig gestellte Fragen

Was du dich vielleicht gerade fragst.

Wovon lebe ich in dieser Zeit?

Ein garantiertes Einkommen gibt es bei einer Gründung in der Landwirtschaft grundsätzlich nicht — das ist auch bei FarmStarter die Realität deiner Gründung. Der Unterschied liegt im Support: wir arbeiten daran, Sozialversicherungsbeiträge und eine kleine Grundsicherung zu ermöglichen.

Was kostet mich das?

Du zahlst Pacht oder Miete für Fläche und Infrastruktur. Die genauen Konditionen besprechen wir individuell — sie hängen davon ab, was du vorhast und auf welchem Betrieb.

Ich habe keinen Abschluss, aber viel Praxis. Reicht das?

Gute Qualifikationen sind sinnvoll, aber Praxiserfahrungen sind mindestens genauso wichtig.

Muss ich Bio machen?

Beide Pilotbetriebe sind ökologisch zertifiziert. Was auf ihrer Fläche produziert wird, muss es deshalb auch sein. Das ist eine praktische Bedingung, keine Weltanschauung.

Geht das neben einem anderen Job?

Wie bei jeder anderen Betriebsgründung kommt es auf dich an.

Im Rahmen von FarmStarter ist auch eine Gründung im Nebenerwerb denkbar.

Geht das auch mit Familie und kleinen Kinder.

Auch das liegt an dir — es will gut geplant sein, gerade in der Anfangszeit ohne gesichertes Einkommen. Sprich uns offen darauf an. 

Ich habe noch nie einen Betrieb geleitet. Kann ich mich trotzdem melden?

Genau dafür gibt es das. Zwischen Ausbildung und Betriebsleitung liegen Bereiche, die man vorher nicht überblickt — Buchhaltung, Vermarktung, Personal, Förderrecht. Das kannst du hier üben, begleitet durch FarmStarter.

Bis wann muss ich mich melden?

Es gibt keinen festen Zeitpunkt. Die ersten GründerInnen können sich ab sofort bewerben. Je früher du dich meldest, desto mehr Zeit haben wir gemeinsam für die Vorbereitung.

Bewerbungen für spätere Zeitpunkte sind willkommen. Das Netzwerk und Betriebsstandorte sollen kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Du bist bereit, deinen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb zu gründen. Dann komm zu FarmStarter.

Erzähl uns, was du vorhast. Wir sind neugierig auf deine Idee.